DIN SPEC 91020

Zertifizierung eines Betrieblichen GesundheitsManagements nach DIN SPEC 91020

Betriebliches GesundheitsManagement (BGM) wird zu einer zentralen Aufgabe im Lenken und Leiten von Organisationen. Künftig mehr denn je zählen gesunde, leistungsfähige und -bereite Mitarbeiter zu den bestimmenden Faktoren für die Marktfähigkeit von Unternehmen. Durch ein BGM senken Organisationen auf Dauer gesundheitsbedingte Ausfälle und damit Kosten. Gleichzeitig erhöhen sie die Mitarbeiterbindung. Zufriedenere Mitarbeiter, eine erhöhte Produktivität und ein besseres Image sind nur eine weitere Auswahl der Vorteile eines Betrieblichen GesundheitsManagement (BGM).

Mit der neuen DIN SPEC 91020 „Betriebliches GesundheitsManagement", gibt es nun erstmalig einen allgemein akzeptierten Standard für diesen Bereich. Die Spezifikation legt Anforderungen an ein BGM-System fest und gibt Organisationen jeglicher Art, Branche und Größe damit Hilfestellung bei Aufbau und Einführung eines solchen BGM-Systems. Zudem kann sie als Grundlage für eine akkreditierte Zertifizierung herangezogen werden.

DIN SPEC 91020 legt Anforderungen an das BGM-System fest

„Der Erfolg bei der Einführung und Umsetzung eines BGM kann nur gewährleistet werden, wenn dafür bestimmte Rahmenbedingungen, Strukturen und Prozesse im Unternehmen geschaffen werden. Die neue Spezifikation legt diese Anforderungen an ein BGM-System fest".

So spielt z.B. das Umfeld der Organisation in der Spezifikation eine Rolle. Denn ein BGM kann nur erfolgreich funktionieren, wenn äußere, beeinflussende Faktoren und Bezugsgruppen berücksichtigt werden. Ein weiterer Punkt ist das Führungsverhalten innerhalb des Unternehmens. Nur wenn das Thema Gesundheit in die betrieblichen Führungs- und Kernprozesse verankert wird und die betriebliche Gesundheitspolitik Bestandteil der Unternehmenspolitik ist, ist ein BGM-System erfolgsversprechend. Eine weitere Anforderung in der Spezifikation ist ein systematisches, strategisches Vorgehen.

Hierfür ist eine entsprechende Planungs- bzw. Analysephase, in der z.B. Gesundheitschancen und -risiken ermittelt und konkrete Ziele benannt werden, notwendig. In der Umsetzungs-Phase muss das Unternehmen alle erforderlichen Ressourcen und Kompetenzen bereitstellen, aber auch eine geeignete interne Kommunikation sowie Dokumentation veranlassen und umsetzen. Zudem sollte eine Organisation das BGM-System stetig auf Optimierungspotential überprüfen (Evaluation) und entsprechend verbessern - um nur ein paar weitere Rahmenbedingungen zu nennen.

Mit der neuen DIN SPEC ist nun auch ein zertifizierungsfähiges BGM-System auf den Weg gebracht. „Die vorliegende Spezifikation legt gesundheitsmanagementspezifische Anforderungen im Einklang mit bestehenden Managementsystemen wie z.B. DIN EN ISO 9001 fest".

So kann das Betriebliche GesundheitsManagementSystem auch in ein bestehendes Managementsystem integriert werden. „Dies wurde durch das Zugrundelegen des ISO Guide 83 bei der Struktur der Spezifikation gewährleistet.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Zusätzliche Managementanforderungen wie z. B. Qualität, Arbeits- und Umweltschutz können schnell in ein bereits bestehendes System organisiert werden, Doppelt- oder Mehrfacharbeiten werden vermieden, Synergieeffekte genutzt, personelle und finanzielle Ressourcen können optimal eingesetzt werden.

Informationen

Newsletter

Login